Musik

Es ist nie zu spät

Irgendwie habe ich es immer bedauert, als Kind kein Instrument gelernt zu haben. Das und die zeitlichen Kapazitäten eines Sabaticals hat mich vor etwas über zwei Jahren dazu bewogen, Gitarre zu lernen. Mit viel Spaß und noch mehr Energie übe ich seit dieser Zeit unterschiedlichste Techniken vom Strumming bis zum Fingerpicking und passend dazu unterschiedlichste Musikrichtungen von der Klassik bis zum (Hard-)Rock. Da man Gitarre gut mit Tabs (also ohne Noten) und mit wenig musiktheoretischem Wissen spielen kann, ist auch der späte Einstieg für musikalische Analphabeten wie mich machbar.
Trotzdem ist es gut und hilfreich, ein wenig Hintergrundwissen aus der Harmonielehre zu erwerben. Und ich wäre natürlich nicht ich, wenn mich nicht Regeln und Modelle zum Aufbau von Tonleitern, Akkorden und Musikstücken interessieren würden. Deshalb habe ich mich natürlich auch intensiv mit dem theoretischen Hintergründen aus der Harmonielehre auseinandergesetzt. Die darin beschriebenen Sachverhalte lassen sich allerdings etwas leichter auf dem Klavier als auf der Gitarre nachvollziehen. Ob das der Grund war, oder die günstige Gelegenheit, neben dem Klavier auch ein Stagepiano im Wohnzimmer zur Verfügung zu haben, lässt sich nicht mehr genau sagen. Auf alle Fälle habe ich vor etwa einem Jahr auch das Klavier für mich entdeckt.

So sammelt sich bei uns mittlerweile ein kleiner Zoo an Musikinstumenten an.

10947181_823610011007893_4265911625243807660_n

Als wären zwei neu zu lernende Instrumente nicht schon Herausforderung genug, habe ich zu Weihnachten 2015 auch noch einen Kontrabass geschenkt bekommen:

20151225_003039-1

Das Geschenk kam wirklich überraschend, auch wenn ich mich schon seit weit über 20 Jahren, inspiriert von Iaao Suzuki (Blow Up, Blue City und Ako’s Dream), zum Kontrabass hingezogen fühle.

Herausforderung und Projekt

Drei Instrumente als musikalischer Anfänger ist wirklich eine Herausforderung. Glücklicherweise liefert hier der Spaß die Grundlage für die notwendige Disziplin. Trotzdem ist es, wie vielfach in diesem Blog dargestellt wurde, sehr wichtig, Ziele zu haben. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, ein Stück mit allen Instrumenten, also mit Gitarre, Klavier und Kontrabass einzuspielen. Wegen seiner Dynamik und der Mischung aus Klassik und Pop ist meine Wahl auf Griegs Peer Gynt-Suite Nr.1 „In der Halle des Bergkönigs“ gefallen.
Um das Stück aufnehmen zu können, sind jetzt eine Reihe an Aufgaben zu bewältigen. Das Stück muss für die gewählte Instrumentierung arrangiert werden, es muss die passende Aufnahmetechnik für alle Instrumente gefunden werden und nicht zuletzt muss ich natürlich in der Lage sein, das Stück zu spielen.

Man darf also gespannt sein…